Goma, eine leidende Stadt

Goma ist die Hauptstadt der Provinz Nord-Kivu in der Demokratischen Republik Kongo und liegt eingebettet zwischen dem 2.650 km² großen Kivusee, durch den die Grenze zwischen der D. R. Kongo und Ruanda verläuft, und dem knapp 3470 m hohen Schichtvulkan Nyiragongo, einer der insgesamt acht Virunga-Vulkane.

 

In der Großstadt leben über 1.000.000 Menschen, wobei die Einwohnerzahl vor allen Dingen durch Flüchtlinge, vornehmlich aus Ruanda, in den letzten Jahren deutlich angestiegen ist.

 

Die Region Nord-Kivu im Ostkongo wurde seit 1994 von zwei furchtbaren Kriegen heimgesucht. Bis heute kommt das Land durch andauernde Übergriffe von Milizen und Rebellen nicht zur Ruhe.

 

Zusätzlich legte im Jahr 2002 ein Vulkanausbruch einen großen Teil der Stadt Goma und das Umland in Schutt und Asche. Darunter leiden besonders die Kinder.

Geographie

Als zweitgrößter Staat Afrikas beherbergt die Demokratische Republik Kongo auch den weltweit ausgedehntesten Regenwald nach dem Amazonasgebiet. Der ganze Staat ist von dem immensen Fluss Kongo durchquert, dieser bildet den einzigen Transportweg durch den Dschungel. Im Osten grenzt der Kongo an Uganda, Ruanda und Burundi. Diese Länder haben einen großen Einfluss auf die östlichen Provinzen, da sie leichter erreichbar sind als die meisten anderen Gebiete Kongos.

Geschichte

Die Demokratische Republik Kongo ist ein rohstoffreiches Land in Zentralafrika. Seit der Zeit der Kolonialisierung gab es immer wieder Bemühungen aus dem nahen und fernen Ausland, diese Bodenschätze auszubeuten. Besonders der Osten des Landes mit den Provinzen Süd- und Nord-Kivu mit der Hauptstadt Goma ist von diesen Konflikten direkt betroffen. Zudem hatten der Bürgerkrieg und Genozid im angrenzenden Ruanda, sowie instabile und korrupte Regierungen einen enormen Einfluss auf die Entwicklung des Landes.